eparo – Digital Service Design

Das Blog von eparo.de

26. Mai, 2009

Erst vorhalten, dann drücken, dann wieder vorhalten

Sport kann aufregend sein. Die Aufregung beim Schwimmsport verschafft in Hamburg eine Reihe von Automaten, die den Sportler empfangen und entlassen.

Mit einem dieser Automaten, kann man zum Beispiel bargeldlos den Eintritt zum Schwimmbad zahlen. Er steht an einem Drehkreuz, dass sich nur bewegen lässt, wenn man den Automaten dazu zuvor mit einem Plastikzahlkärtchen erweichen konnte. Theoretisch. Praktisch weiß zunächst niemand, wie das Gerät zu bedienen ist. Die Karte zum Automaten nenne ich Schwimmkarte, die im Fachjargon Multi-Card heißt. Den Automaten zur Karte nenne ich Drehkreuzautomat.
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25. Mai, 2009

Jelly #1: Richtig nett, aber anders als erwartet

Am Freitag, den 7. Mai fand bei uns das erste Hamburger Jelly-Event statt.  Wir hatten Kreative, Software-Entwickler und sonstige Freiberufler eingeladen, an diesem Tag bei uns im Büro zu arbeiten. Die Idee dazu stammt aus den USA. Freiberufler entgehen so der sozialen Verarmung und kommen unter Menschen. Oft entstehen auch gemeinsame Projekte und gute Ideen.

So war es auch bei uns: Insgesamt sind 10 Leute unserer Einladung gefolgt und haben den Tag bei uns im Büro verbracht. Das Verrückte war, dass es an dem Tag bei uns im Büro so ruhig und konzentriert zuging wie sonst selten. Das hat mich dann schon etwas überrascht. Ich hatte erwartet, dass mehr geredet wird und das Arbeiten nur die zweite Geige spielt. War aber genau anders herum. Das lag vermutlich auch daran, dass die meisten sich nicht kannten und daher niemanden stören wollten.

Das Reden fand dafür dann in der gemeinsamen Mittagspause statt. Wichtig für Jelly #2: Entweder einen großen Tisch reservieren oder mit allen gemeinsam im Büro essen.

Auf jeden Fall war unsere Jelly Premiere so gut, dass wir es jetzt zur regelmäßigen Einrichtung machen werden. Jeden zweiten Freitag im Monat ist ab jetzt bei uns Jelly-Tag. Der nächste Termin ist daher Freitag, der 12. Juni. Am besten gleich merken oder direkt anmelden.

Alle Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu Jelly in Hamburg stehen hier: http://wiki.workatjelly.com/JellyInHamburg

Wer teilnehmen möchte kann uns natürlich auch einfach eine Mail schicken an: info@eparo.de

Ein paar Eindrücke von Jelly #1:

 
23. Mai, 2009

Mit XING im FUH: User Experience mal anders.

Wenn man Hunger hat, soll man essen. So zumindest mein Motto. Und da ich stets hungrig bin, lag es sehr nah, meine Freunde von XING endlich mal zu einem kleinen Event zusammen zu trommeln.

Nach gut 12 Monaten sehr angenehmer Zusammenarbeit wollte ich die Gelegenheit nutzen und endlich einmal „Danke“ sagen. Danke für die tollen Projekte, danke für die lustigen Gespräche am Kaffeeautomaten, und und und…

Da mir das Produkt-Team über die Zeit sehr ans Herz gewachsen ist, fand ich es daher nur richtig, zum Abschluss der beiden Projekte noch einmal zum besonders leckeren und unterhaltsamen Kochkurs ins Restaurants FUH zu laden. Im FUH war es dann auch wie immer wenn ich dort zu Gast bin…großartig!

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13. Mai, 2009

Online Marketing Forum in München am 7. Mai

Am letzten Donnerstag waren wir in München auf dem Online-Marketing-Forum. Neben der für mich nicht unwichtigen Tatsache, dass ich dort einen Vortrag zu Thema „Einfache Usability-Tests (auch zum Selbermachen)“ gehalten habe (Vortrag (PDF) herunterladen), habe ich ein paar wichtige Dinge gelernt:

  1. Der Fisch muss dem Wurm schmecken: Die Würmer sind in diesem Fall die Konferenzbesucher, die Geld dafür bezahlt haben, informative Vorträge zu hören. Die Fische, die teilweise nicht so lecker waren, sind natürlich die eigentlichen Vorträge. Klare Lektion war, wie so oft: Die Vorträge müssen den Zuhörern echten Mehrwert bringen. Es ist nicht wichtig, was der Vortragende erzählen möchte, sondern was die Zuhörer hören wollen.
  2. Ich kenne jetzt den Unterschied zwischen „White Hat“ und „Black Hat“ SEO. Die weissen Hüte sind die Guten (die waren natürlich auf der OMF) und die schwarzen Hüte sind die Bösen (über die wurde geredet).
  3. Ich habe gelernt, dass wir noch nicht genug zum Thema SEO machen…
  4. Richtig spannend fand ich die Fähigkeiten von Searchmetrics. Unglaublich, was die über die eigene Website (und die der Wettbewerber) herausfinden können. Nur so viel: Adwords sind nicht geheim;-)

Ich freue mich schon auf unser Heimspiel, das Online Marketing Forum am 4. Juni in Hamburg. Da sind wir wieder mit einem Vortrag vertreten.

Hier noch ein paar Bilder:

 
11. Mai, 2009

Pressemitteilung: „Jelly“ kommt nach Hamburg. Die User Experience Agentur eparo GmbH lädt Kreative und Software-Entwickler zum „Casual-Co-Working “ ein!

Hamburg, 11.05.2009 – Die eparo GmbH, eine junge Agentur für Usability und nutzerorientierte Internetlösungen, lädt am 15. Mai 2009 ab 9 Uhr Kreative und Software-Entwickler (nicht nur) aus der Internetbranche zum gemeinsamen Arbeiten in ihre Büroräume ein. Detaillierte Information und die Möglichkeit zur Anmeldung bei der ersten Hamburger „Jelly-Session“ sind unter http://wiki.workatjelly.com/JellyInHamburg zu finden.

„Jelly“ kommt aus den USA und bedeutet „Casual-Co-Working“: Kreative treffen sich in wechselnden Büroräumen, um gemeinsam zu arbeiten, Ideen auszutauschen und vielleicht sogar neue Freundschaften zu schließen. Die Veranstalter stellen ihre Arbeitsräume und den Internetzugang zur Verfügung, Teilnehmer bringen ihr Laptop mit und schon kann es losgehen.

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8. Mai, 2009

Highend-Clickdummy oder einfacher Wireframe?

Prototypen einer Website sind im einfachsten Falle Scribbles auf Papier. In Form eines Clickdummies können sie auch mehr oder wenig interaktive Wireframes sein, die üblicherweise grafisch schwarz-weiß gehalten sind. Sie können auch grafisch gestaltet und sogar mit realistischen Inhalten versehen sein.

In Usability-Tests setzen wir Prototypen ein, um Entwurfsideen auf ihre Nutzungstauglichkeit und Umsetzbarkeit zu testen. Außerdem sind Prototypen in Projekten die Diskussionsgrundlage für Abstimmungsprozesse mit unseren Kunden.

Sexy Clickdummy?

Wir haben uns die Frage gestellt, wann ein einfacher Wireframe-Clickdummy ausreicht und wann wir einen detaillierteren, optisch sogar gestalteten Clickdummy einsetzen sollten. Denn stark reduzierte Clickdummies haben den Vorteil, schnell entwickelt und angepasst werden zu können. Nachteil bei ihnen ist, dass sie in Usability-Tests für Nutzer sehr abstrakt sind und die Nutzer oft Schwierigkeiten damit haben, eine Site so zu nutzen, wie sie das tatsächlich täten. Beispielsweise kam eine Testperson mit einem Beispielbild, das sich öfter im Clickdummy wiederholte, nicht zurecht  („Das Bild habe ich doch eben schon gesehen. Wieso erscheint es hier noch einmal?“). Auch mit einem Bildplatzhalter in Form eines Kreuzes kommt es zu Fragen („Hier konnte wohl ein Bild nicht richtig geladen werden…“). Außerdem ist es auch für unsere Kunden teilweise schwierig, die stark abstrahierten Versionen ihrer Ideen in Form eines schwarz-weißen Clickdumies gedanklich in einem anderen Gewand zu sehen. Das geht sogar so weit, dass es zu Aussagen kommt wie: „Der Clickdummy muss wertig sein!“ oder „Der Clickdummy muss sexy sein!“.

Detaillierte Clickdummies haben den Vorteil, sowohl Testnutzern als auch Kunden ein leichter greifbares Bild der späteren tatsächlichen Implementierung zu bieten. Das bedeutet zum einen eine bessere Diskussionsgrundlage bei Kunden, da diese ihre Ideen und Vorstellungen im Clickdummy eher erkennen können.  Zum anderen bedeutet es eine natürlichere Testsituation, da Testpersonen echte Inhalte sehen und sich emotional eher angesprochen fühlen. Nachteil ist, dass die Entwicklung und Anpassung der Clickdummies wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als einfacherere Prototypen. Weiterhin betseht die Gefahr, zu nah am echten grafischen Design zu sein. Designer fühlen sich dann unter Umständen übergangen und sowohl Auftraggeber als auch Nutzer können beispielsweise durch (in ihren Augen) falsch gesetzte Farbakzente verwirrt sein (Kunde: „Das ist aber viel zu auffällig. Da fällt das Werbebanner ja gar nicht mehr ins Auge.“).

It depends!

Die Antwort auf unsere Frage, welcher Weg der beste ist, lautet wie so oft: „It depends!“. Sollen Nutzer in einem Usability-Test einen möglichst realistischen Eindruck des Webauftritts bekommen und sich mit der Site identifizieren, wäre ein hochwertigerer Clickdummy die bessere Wahl. Geht es eher um Funktion und besteht großer Zeitdruck, reicht sehr wahrscheinlich ein einfach gehaltener Clickdummy aus.

Wichtig ist: Es ist auf jeden Fall klar zu kommunizieren (an Auftraggeber und Testpersonen), wofür der Clickdummy gedacht ist und welches Ziel damit verfolgt wird und welches nicht.