eparo – Digital Service Design

Das Blog von eparo.de

14. Juli, 2012

Alles Neue macht auch mal der Juli

Es ist ja ein altbekanntes Problem: Agenturen erstellen großartige Designs für Kunden, Internet-Häuser programmieren aufwendige Flows für diverse Projekte – und die Arbeit an der eigenen Website kommt und kommt nicht auf die Füsse.

Da sind wir glücklich, sagen zu können: Uns geht’s genauso. Parallel zu lauter Tests, Research, Prototypen-Bauen und Konzipieren haben wir das irgendwie immer vorgehabt, aber dann kam immer das nächste Projekt – und man kennt das ja.

Aber jetzt: Jetzt wird das anders – und wir haben uns ganz fest vorgenommen: Jetzt kommt einmal alles neu! Und damit der Druck selbsterzeugte auch real bleibt, dieses Mal am Ball zu bleiben, erlauben wir uns diesen Hinweis in eigener Sache und geben offiziell bekannt: Wir arbeiten daran!

 
6. Juli, 2012

10 Tips zur Entwicklung erfolgreicher digitaler Produkte

Hier die Sammlung meiner wichtigsten Tips zur Entwicklung erfolgreicher digitaler Produkte. Die Liste stammt aus Weave-Beitrag (03/12) zu unserer Immonet iPad-App – die Tips gelten aber natürlich nicht nur für Apps. Warum es mal wieder genau zehn Tips sind, weiß ich auch nicht so richtig. Es kann eigentlich kein merktechnischer Grund sein, dafür sind mehr als drei wohl zu viel… Daher hier noch einmal zum Nachlesen und zum immer wieder finden alle zehn Tips in einer Reihe.

Jüngster "Anwendungsfall": Die Immonet iPad-App

Jüngster „Anwendungsfall“: Die Immonet iPad-App

1) Die Idee in einem Satz

Features aufzählen reicht nicht. Es bedarf einer klaren Idee, die man in einem Satz so erklären kann, dass jeder das Produkt versteht.

2) Produkt aus User-Sicht definieren

Als Allererstes muss klar sein, wer die Hauptnutzer und was ihre größten Probleme sind, um sie mit der App zu lösen.

3) Gesunder Menschenverstand

Prüfen Sie bei allen Überlegungen, ob sie noch richtig liegen. Dabei reicht es oft schon, sich zu fragen, ob man das Produkt oder ein Feature selber nutzen würde. Falls nicht, braucht man gar nicht weiterzumachen.

4) Kleines Team, verschiedne Kompetenzen

Für die Ideenfindung braucht man nur ein kleines Team, in dem jeder möglichst unterschiedliche Fähigkeiten besitzt: Jemanden, der das Produkt versteht, jemanden, der firm ist in User Experience, und am besten noch jemanden, der etwas von Design versteht.

5) Viel Papier bemalen

Zum besten Interface gelangt man erst mit einem guten Verständnis der App. Um es zu visualisieren, braucht man viel Papier. Alle Interface-Ideen sollte man als Scribbles ausprobieren.

6) Nicht zu früh digitalisieren

Wenn Sie denken, Sie haben genug gemalt, malen Sie noch mehr Papier voll! Nichts ist gefährlicher, als die unfertige Idee digital zu zementieren.

7) Möglichst detaillierter Prototyp

Hat man das „perfekte“ Interface skizziert, kann man es als Prototyp bauen. Arbeiten Sie Details und Interaktionen möglichst genau aus, am besten schon mit dem geplanten Design! Schließlich muss der Prototyp für die User-Tests möglichst detailgetreu sein.

8) Frühe User-Tests mit echten Usern

User-Tests bringen Idee und User zusammen. Jetzt zeigt sich, ob man ein gutes Produkt hat. Dazu sollten möglichst genau passende Probanden ran, und Sie müssen sie eingehend beobachten. Nicht was sie sagen, ist interessant, sondern was sie tun oder nicht tun.

9) Änderungen ernst nehmen

Ignorieren Sien die Testergebnisse nicht! Verstehen die Probanden die Idee? Sind sie begeistert? Wenn nicht, nochmal auf Los gehen!

10) Keine Kompromisse auf Kosten der User

Bei der Umsetzung schleichen sich leicht faule Kompromisse ein: geht technisch nicht; ist zu aufwendig; könnte man auch anders machen… Denken Sie immer an die User! Die App ist schließlich für Nutzer gemacht!