eparo – Digital Service Design

Das Blog von eparo.de

16. Juli, 2015

AXChange Hamburg bei eparo – erstes Axure-Meetup Deutschlands

AXChange Hamburg

Am 10. Juni haben wir bei eparo das erste Axure-Meetup “AXChange Hamburg” Deutschlands organisiert. Mit Unterstützung von Axure aus Kalifornien. Das Ziel: Interessierte und Axure-Fu-Master treffen sich jeden zweiten Mittwoch eines Monats zum lockeren Austausch über das Prototyping mit Axure. Schwerpunktthema des ersten Treffens: „Design-robuste Prototypen und die Auslagerung von Interaktionen in Funktionen“. Christian berichtet.

Die Sache mit der Nachfrage und dem Angebot

„Warum gibt es eigentlich noch kein Treffen von Axure-Interessierten und Fu-Mastern?“ Diese Frage haben wir uns in den vergangenen Jahren oft gestellt. Auch immer mehr Teilnehmer unserer Axure-Kurse (https://eparo.de/training.html) schickten ihre Fragen an eparo. Der Bedarf, sich auszutauschen, wurde offenbar immer größer. Im Mai gründeten wir die Meetup-Gruppe und bis zum ersten Meetup hatten sich mehr als 40 Axuristas angemeldet.

Für das Axure Meetup haben wir uns eine gute Mischung aus allem gewünscht: Austausch, „Lernen von …“ und Hilfestellungen bei konkreten Problemen. Außerdem wollten wir (oder auch andere Teilnehmer) ein Schwerpunktthema vorbereiten. So entstand das AXChange Hamburg Meetup, das jeden zweiten Mittwoch eines Monats stattfindet.
Die Meetup-Gruppe ist hier zu finden: http://www.meetup.com/de/AXChange-Hamburg/

AXChange-Format: das Beste aus Barcamps, Open Spaces und Roundtables

Unser Ziel: am Ende des Tages sollen alle mit dem Gedanken „das hat sich (wieder mal) gelohnt!“ nach Hause gehen. Dafür haben wir das Beste aus Barcamps, Open Spaces und Roundtables in eine Struktur gebracht:

  1. Um 18 Uhr stehen die Türen offen für alle, die sich austauschen möchten oder konkrete Fragen haben.
  2. Um 19 Uhr geht’s dann los: während einer kurzen Vorstellungsrunde schreibt jeder ein oder mehrere Axure-Themen auf, die ihn interessieren. Dann geht’s mit einem Talk im Stile einer Live- Demo weiter.
  3. Nach dem 30-minütigen Talk werden dann die Axure-Themen sortiert und auf die jeweiligen Tischinseln zum Diskutieren und Austauschen verteilt. Wer möchte, kann sich an die jeweilige Insel setzen, die ihn interessiert.

Aller Anfang ist schwer

AXChange TeilnehmerVor dem ersten AXChange lag auch eine gewisse Unsicherheit in der Luft: Passt das Schwerpunktthema? Wie viele werden wohl kommen? Werden wir unser selbstgestecktes Qualitäts-Ziel erreichen?

Total unbegründet: trotz des ersten heißen Sommertages im Jahr waren 18 von angemeldeten 29 Personen da. Die No-Show Rate war zwar ungewöhnlich hoch; dafür war das Feedback nach dem ersten Meetup super und unglaublich motivierend!

Ob über CSS und JavaScript-Integration in Axure, Kompatibilität mit anderen Programmen oder der Austausch über andere Programme und Workflows – alles kam auf den Tisch und wurde mit viel Elan von den Teilnehmern in kleinere Gruppen diskutiert.

Der Beginn einer Reihe…

Inzwischen fand bereits das zweite AXChange Hamburg Meetup statt. In einer kleinen gemütlichen Runde haben wir AxShare und Axure 8 als Schwerpunktthemen durchgesprochen. Wir haben diverse andere Axure-Themen auf den Tischen ausgebreitet und uns recht lange über Team-Projects oder auch über das Bauen von App-Prototypen ausgetauscht.

Am 12. August findet dann schon das dritte AXChange Hamburg Meetup bei uns statt. Wir freuen uns auf neue und alte Gesichter und Themenvorschläge! 
Zum Meetup: http://www.meetup.com/de/AXChange-Hamburg/events/223806735/

AXChange goes Berlin!

Gleich nach dem ersten Meetup haben wir dann AXChange Berlin gegründet, um die Axure Meetups auch nach Berlin zu bringen. Wir konnten Zalando einen guten Location-Sponsor finden (Dank dafür an Jay Kaufmann). Für alle Berliner Axuristas: am 21. Juli findet das AXChange bei Zalando in Berlin statt. Das Schwerpunktthema ist “Design-robuste Prototypen und das Auslagern von Interaktionen in Funktionen“. Das kam bereits beim ersten Hamburger Meetup gut an und ist extrem wichtig, denn Design-robuste Prototypen lassen sich ziemlich schnell auch während Nutzertests ändern.

Zum Meetup in Berlin: http://www.meetup.com/de/AXChange-Berlin-Axure-Meetup/

 
2. Juli, 2015

Workshop: Storyboards für Service Design und Product Discovery

Mit Bildern Ideen visualisieren und Produkte entwickeln

Am 7. Juli findet ein neuer Workshop bei eparo statt: Storyboards für Service Design und Product Discovery (bereits ausgebucht, neuer Workshop am 15. September). Illustratorin Melina Pink vermittelt den Teilnehmern, wie man mit einfachen Zeichnungen (Produkt-)Ideen auf den Punkt bringt. Diese Methode wird in der Animation, beim Film und in der Werbung seit Langem genutzt. Melina erzählt, warum sie auch für die Produktentwicklung so vielversprechend ist.

Was ist ein Storyboard?

Das Storyboard ist ein einfaches Werkzeug, um eine Idee oder ein Konzept zu visualisieren. Es ist eine lineare Erzählung, bei der die einzelnen Bilder eine Geschichte erzählen.

Warum alle zögern, obwohl es jeder kann!

Interessant ist: Jeder stolpert erst einmal über diverse Hemmschwellen. „Ich kann nicht zeichnen“ ist sicher die größte. Dabei werden überhaupt keine Erfahrungen vorausgesetzt. Es spielt keine Rolle, ob jemand zeichnen kann oder nicht! Ein weiterer Punkt ist, dass kaum jemand die einfachen Werkzeuge und Hilfsmittel sowie die Struktur eines Storyboards kennt. Viele haben Sorge, dass sie nicht und wissen, wo sie anfangen sollen. Der Workshop setzt genau bei diesen Hürden an. Und die verschwinden erfahrungsgemäß schnell.

Jeder hat Erfolgserlebnisse – und seinen eigenen Stil!

Bereits auf dem WUD 2014 habe ich für eparo einen Scribble-Workshop angeboten. Bei einer Übung wurde jeder Teilnehmer gebeten, ein einzelnes Comic-Bild zu einem bestimmten Gefühlsbegriff zu zeichnen. Ein kleiner Character sollte das jeweilige Gefühl bildlich darstellen. Dabei sollten die Teilnehmer alle zuvor gelernten Elemente (Gesichtsausdruck, Körpersprache, Sprachblasen, Dialog, Bewegungslinien, Icons, Symbole, Objekte etc.) anwenden.

Hier ist ein schönes Beispiel:

Beispiel eines Storyboards vom WUD 2014

Beispiel eines Storyboards vom WUD 2014

Melina: „Was interessant war: JEDER, egal wie gut er zeichnen konnte, hatte bereits seinen eigenen Stil, den man erkennen konnte! Das fand ich ehrlich gesagt total spannend.“

Warum Bilder alles erleichtern – und wir Kosten und Zeit sparen

Wir können Ideen und Visionen auf einfache Weise erklären und sie mit Anderen teilen. Storyboarding vereinfacht die Entwicklung einer Idee und spart Kosten. Konzepte und Ideen können schnell auf Papier skizziert werden, das spart eine Menge Zeit. Außerdem bringt es mehr Spaß, als ein langes Textdokument zu lesen. Die Leser verstehen schnell, worum es geht.

Wie ein Storyboard bei der Produktentwicklung hilft:

Beispiel Family-App

Ein Storyboard kann z.B. zeigen, wie ein Produkt funktioniert oder auch die Interaktion eines Nutzers mit dem Produkt verdeutlichen.

Frames / Rough Sketches stellen die Reihe der Erlebnisse dar, die ein User erfährt, bevor oder während er ein Produkt benutzt.

Hier ein kleines praktisches Beispiel: eine neue Family App.

Problem: Man weiß nicht, wo genau sich die Familien-Mitglieder aufhalten.

  1. Bild: Mann zeigt Frau eine neue App auf seinem Telefon
  2. Bild: Er erklärt, was die App kann
  3. Bild: Suchergebnisse werden angezeigt
Storyboard für die Familiy-App

Storyboard für die Familiy-App

Unser Fazit

Wir wundern uns, dass die Storyboards nicht längst zum Standardrepertoire gehören in der Produktentwicklung. Uns helfen sie in vielen Projekten, sparen Zeit und Geld und vereinfachen die Kommunikation.

Das wollen wir auch dem Rest der Welt ermöglichen.