eparo – Digital Service Design

Das Blog von eparo.de

17. November, 2019

WUD 2019 in Hamburg: Ein Rückblick

Am 14. November fand wieder der World Usability Day statt. Natürlich auch in Hamburg, natürlich an der HAW und natürlich organisiert von eparo.

Und natürlich war es wieder ein sehr schönes Event. Für mich ist es immer eine Art Familientreffen, da ich so viele alte Bekannte und Kollegen treffe. Leider hatte ich wieder keine Zeit, mit jemandem länger zu plaudern, da ich ja den Track im Forum Finkenau moderiert habe.

Zahlen, Daten, Fakten

Nachdem wir im letzten Jahr fast 700 Teilnehmer hatten und es einfach VIEL zu voll war, haben wir in diesem Jahr Tickets ausgegeben, um die Teilnehmerzahl auf 500 zu begrenzen – was immer noch über der echten Kapazitätsgrenze war. Diese 500 Tickets waren dann schon Wochen vor dem Event weg und es gab sehr viele Menschen, die deswegen nicht kommen konnten.

Leider gab es trotz diverser Erinnerungen dann doch über 100 No-Shows und somit nur knapp 400 Teilnehmer. Mal sehen, wie wir das im nächsten Jahr organisieren.

Wir hatten 12 Vorträge und 7 Workshops. Die Speaker kamen dabei von Agenturen, Startups und Unternehmen. Eine ganz schöne Mischung.

Der WUD war wie immer komplett kostenlos für die Teilnehmer. Das ging nur durch die 11 Sponsoren (easytesting, eparo, ergosign, HID, INDEED Innovation, JungvonMatt/Tech, Lotto24, Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Usability, sum.cumo, uIntent) und die HAW, die uns die Räume, wie schon seit 2007, kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank noch einmal für die Unterstützung!

Die Tracks und Vorträge

Das Motto des diesjährigen WUD war „Designing for a future we want“. Ein sehr aktuelles und wichtiges Thema, da es auf die Verantwortung jedes Einzelnen abzielt, die Zukunft positiv mit zu gestalten, gerade auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, wo positives Gestalten ja primär bedeutet, das „schlimmste zu verhindern“.

Wir haben das Programm so aufgesetzt, dass im Track 2 im Forum Finkenau tendenziell die Vorträge zu hören waren, die das Motto irgendwie aufgenommen haben.

Im Ditze Hörsaal (Track 1) waren daher eher die UX-Themen von Content über Strategie, KI bis zu Voice-Steuerung.

Da ich nur im Forum Finkenau war (klar, als Moderator auch nicht anders zu machen), kann ich auch nur zu den Vorträgen etwas erzählen. Eigentlich haben mir alle Vorträge gut gefallen. Julian Mengel hat in seiner „inoffiziellen“ Keynote darauf verwiesen, dass man die Zukunft am besten dadurch mitgestaltet, wenn man sie miterfindet, d.h. ein klares Zukunftsbild plant und dann daran arbeitet, dass diese Zukunft Realität wird.

Evelyn Kühn ist dann stärker auf die konkrete Möglichkeiten für UX-Designer eingegangen, die Qualität von digitalen Produkten zu verbessern. Wichtigstes Learning daraus: Man muss dem eigenen Gewissen folgen und auch NEIN sagen, wenn Anforderungen gestellt werden, die man nicht vertreten kann.

Jasmin Bomm hat diesen Faden dann direkt aufgegriffen und appelliert an das Verantwortungsgefühl der UX-Designer. Keine Dark Patterns verwenden, Barrierefrei gestalten, gesellschaftliche Konsequenzen beachten…

Ich habe nachmittags dann auch einen Vortrag gehalten, um eine Diskussion über unsere Verantwortung für das Klima zu thematisieren. Aus dem Vortrag ergab sich eine längere Diskussion unter den Teilnehmern über die Verantwortung jedes Einzelnen und die persönliche Bereitschaft, Einschränkung im eigenen Leben zu akzeptieren.

Danach wurde es im Vortrag von Susann Maßlau etwas praxisnäher, als um das agile Mindset als Grundlage für die Arbeit in digitalen Teams ging.

Den Abschluss hat dann Felix Vollmuth gemacht und über die Herausforderungen und Erfahrungen bei uIntent als selbstverwaltetes Unternehmen berichtet.

Über die Vorträge im Ditze Hörsaal kann ich nicht viel sagen. Vielleicht finde ich ja noch jemanden, der dazu auch noch was schreiben kann…

Fazit

Die viele Arbeit bei der Vorbereitung hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt. Der Hamburger World Usability Day ist qualitativ auf einer Höhe mit den meisten kommerziellen Veranstaltungen. Nur das Essen ist nicht so feudal (gibt ja nur belegte Brötchen…), aber dafür ist der WUD ja auch kostenlos:-)

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den WUD 2020…

Und noch einige Bilder