eparo – Digital Service Design

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19. April, 2016

Axure 8 ist released

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Endlich ist die finale Axure Version 8 herausgekommen und ihr könnt eure Kundenprojekte nun mit der neuen Version angehen. Das Update ist kostenlos und ist echt den Download wert! Hier ist der Link zum Download: http://www.axure.com/download

Eine Übersicht der wichtigsten Neuerungen findet ihr unter der Seite von Axure oder in unserem vergangen Beitrag: Neues in Axure 8. Während unseres letzten Beitrags wurde noch allerhand verändert. Das sind kurz die weiteren Neuerungen, die noch hinzugekommen sind:

Die Benutzeroberfläche hat einen frischen Anstrich bekommen und kann sogar noch über View>Toolbars>Customize Main Toolbar… an die eigene Bedürfnisse angepasst werden kann.

Außerdem gibt es die Möglichkeit für jede Seite individuell festzulegen, ob man auf dieser Adaptive Views nutzen möchte. Davor wurde diese Einstellung im gesamten Prototypen festgelegt.

Leider ist es immer noch nicht möglich Vektorgrafiken in Axure außer als eingefügtes Bild zu nutzen. Aber immerhin gibt es nun eine integrierte Standard Icon Library, bei denen die Icons beliebig eingefärbt und skaliert werden können.

Wer sich einmal Gedanken machen möchte, was ein gutes Prototyping Tool ausmacht und an einen Vergleich zu dem neu entwickelten Tool Adobe Experience Design interessiert ist, der ist herzlich zu den AXChange Meetups eingeladen:
Hamburg – Mittwoch, 20. April 2016
Berlin – Donnerstag, 28. April 2016

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22. Dezember, 2015

Axure 8 – Alle Events erklärt

Axure zeichnet sich seit Jahren gegenüber anderen Prototyping Tools dadurch aus, dass jede Idee bis zum High-Fidelity Prototyp erstellt werden kann. Grund dafür ist eine riesige Anzahl an Events, die zahlreiche Aktionen auslösen können. In der neuen Version 8 sind nun noch mehr Events hinzugekommen und die Möglichkeit, diese an den meisten Widgets aufzurufen. Um den Überblick zu behalten, haben wir eine Liste mit allen Widget-Typen und deren Events erstellt.

151222_Axure 8 - Events Overview

Und hier noch eine kurze Erklärung zu jedem Event:

OnClick: Wenn das Widget geklickt wird.
OnMouseEnter: Wenn der Mauszeiger über das Widget bewegt wird.
OnMouseOut: Wenn der Mauszeiger den Bereich des Widgets wieder verlässt.
OnDoubleClick: Wenn das Widget mit einem Doppelklick geklickt wird.
OnContextMenu: Wenn das Widget mit der rechten Maustaste geklickt wird.
OnMouseDown: Wenn das Widget geklickt wurde, die Maustaste aber nicht losgelassen wird.
OnMouseUp: Wenn das Widget geklickt wurde und die Maustaste losgelassen wird.
OnMouseMove: Löst solange aus, wie der Mauszeiger über dem Widget ist.
OnMouseHover: Wenn der Mauszeiger eine Sekunde über dem Widget stillsteht.
OnLongClick: Wenn das Widget geklickt wurde und die Maustaste gehalten wird.
OnKeyDown: Wenn eine Taste auf der Tastatur gedrückt wird, während Text auf dem Widget eingegeben wird.
OnKeyUp: Wenn eine Taste auf der Tastatur losgelassen wird, während Text auf dem Widget eingegeben wird.
OnMove: Wenn das Widget sich bewegt.
OnRotate: Wenn das Widget rotiert wird.
OnResize: Wenn das Widget seine Größe verändert.
OnShow: Wenn das Widget angezeigt wird.
OnHide: Wenn das Widget versteckt wird.
OnFocus: Wenn das Widget fokussiert wird.
OnLostFocus: Wenn das Widget den Fokus verliert.
OnSelectionChange: Wenn in der Droplist eine andere Option ausgewählt wird.
OnSelection: Wenn das Widget selektiert wird.
OnUnselection: Wenn die Selektion des Widgets abgewählt wird.
OnLoad: Wenn das Widget initial beim Start der Seite geladen wird.
OnPanelStateChange: Wenn sich der State des Dynamic Panels ändert.
OnDragStart: Wenn der Drag auf dem Dynamic Panel anfängt.
OnDrag: Wenn das Dynamic Panel gedragged wird.
OnDragDrop: Wenn der Drag auf dem Dynamic Panel endet.
OnSwipeLeft: Wenn das Dynamic Panel von rechts nach links geswiped wird.
OnSwipeRight: Wenn das Dynamic Panel von links nach rechts geswiped wird.
OnSwipeUp: Wenn das Dynamic Panel von unten nach oben geswiped wird.
OnSwipeDown: Wenn das Dynamic Panel von oben nach unten geswiped wird.
OnScroll: Wenn der Inhalt des Dynamic Panels gescrollt wird.
OnScrollUp: Wenn der Inhalt des Dynamic Panels hoch gescrollt wird.
OnScrollDown: Wenn der Inhalt des Dynamic Panels runter gescrollt wird.
OnTextChange: Wenn der Text sich in einem Eingabefeld ändert.
OnItemLoad: Wenn die Elemente des Repeaters geladen werden.
OnItemResize: Wenn die Elemente des Repeaters die Größe verändern.
OnPageLoad: Wenn die Seite geladen wird.
OnWindowResize: Wenn sich die Größe des Browser Fensters ändert.
OnWindowScroll: Wenn das Browser Fenster gescrollt wird.
OnWindowScrollUp: Wenn das Browser Fenster hoch gescrollt wird.
OnWindowScrollDown: Wenn das Browser Fenster runter gescrollt wird.
OnPageClick: Wenn auf der Seite geklickt wird.
OnPageDoubleClick: Wenn auf der Seite mit einem Doppelklick geklickt wird.
OnPageContextMenu: Wenn auf der Seite mit der rechten Maustaste geklickt wird.
OnPageMouseMove: Wenn die Maus auf der Seite bewegt wird.
OnPageKeyDown: Wenn eine Taste auf der Tastatur gedrückt wird.
OnPageKeyUp: Wenn eine Taste auf der Tastatur losgelassen wird.
OnAdaptiveViewChange:   Wenn sich der Adaptive View ändert.
 
14. Dezember, 2015

Neues in Axure 8

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Noch ist Axure 8 seit einigen Monaten in der Betaphase, aber sie bringt bereits einige Neuheiten mit sich. In diesem Beitrag haben wir die aus unserer Sicht wichtigsten Veränderungen zusammengefasst.

1 Das Pen Tool und eigene Shapes

Jedem, der einmal Probleme hatte, seine eigenen Icons oder Flächen zu definieren und dafür nicht extra Photoshop öffnen wollte, ist jetzt geholfen. Mit dem Pen Tool lassen sich ähnlich wie in Illustrator eigene Flächen über Ankerpunkte definieren.

Bild 1 - Pen Tool
 
 
 
 
 

Zu dem ist es möglich, die eigenen Shapes abzuspeichern.

Bild 2  

2 Gruppen haben einen neuen Sinn

Eine der wahrscheinlich größten, strukturellen Veränderungen ist die neue Verwendung von Gruppen. Endlich können gruppierte Elemente auch über Events und Aktionen gemeinsam beeinflusst werden. Eine Gruppe wird in der neuen Version mit einem Ordnersymbol im Widget Manager dargestellt und kann wie ein eigenständiges Widget manipuliert werden.

Bild 3  

3 Weitere Events und Actions

Was ihr vielleicht in den CSS3 Animationen kennt, ist nun auch in Axure 8 möglich. Es lassen sich mit Axure 8 nicht nur alle Widgets über die Action Set Size in ihrer Größe verändern lassen, es ist auch die Action Rotate hinzugekommen. Außerdem lassen sich Elemente bei der Nutzung der Action Show/Hide und Set Panel State über eine neue Animation flippen.
Außerdem ist es von nun an möglich über die Action Set Adaptive View von Widgets aus den View zu ändern. Mit der neuen Action Fire Event lässt isch jedes Event auf einem anderen Widget auszulösen. Das klingt erst mal nerdish, aber hilft, um übersichtlicher zu arbeiten. Wir freuen uns drüber :-)
In Bezug auf Events von Widgets lässt sich feststellen, dass sich die Bandbreite an potenziellen Events auf allen Widgets vergrößert hat. Während in der Version 7 das Dynamic Panel eine Art Vormachtstellung hatte, können nun sehr viele Events auch an anderen Widgets aufgerufen werden.

4 Styling und Dokumentation

Wenn ihr Axure 8 öffnet, fallen zunächst die neu gestylten Default Widgets auf. Diese erinnern nun eher an Flat Design. Zu dem gibt es eine neue Rubrik Markup. In dieser befinden sich designte Shapes, die an Post Its erinnern. Außerdem gibt es das interessante Widget Snapshot. Mit diesem lassen sich andere Seiten oder nur einen Bereich aus diesen als referenziertes Bild anzeigen. Mit dieser Palette an Widgets lassen sich so übersichtlichere Dokumentation anfertigen.

Bild 5 - Markups
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Auch der Widget Style Editor hat sich stark verändert. Dieser hat von nun an keine Unterscheidung zwischen Widget Defaults und Custom Styles mehr, sonder lediglich einen Default Style ,auf dem alle anderen Styles aufbauen und einen Bereich mit den definierten Styles für die einzelnen Elemente. Außerdem können in dieser Version mehrere Styles gleichzeitig bearbeitet werden und man erkennt die grundlegenden Veränderungen in einer Direktvorschau.

Bild 6 - Widget Style Editor

Hat man Widgets einen eigenen Style zugewiesen und verändert diese nachträglich am Objekt, gibt es jetzt die Möglichkeit unter den Properties and Style den globalen Style zu updaten. Dies macht es deutlich einfacher, auf einer Dokumentationsseite alle Style-Ausprägungen übersichtlich darzustellen und über diese gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Bild 7 - Update Styles
 
 
 
 
 
 

Um Abfolgen in der Dokumentation darzustellen, hat bestimmt der ein oder andere von euch schon mal auf die Axure Flow Library zurückgegriffen, da diese Elemente den Vorteil hatten sich über Ankerpunkte miteinander verbinden zu lassen. In der neuen Version kann jedes Widget Element bzw. eine Widget-Gruppe über Ankerpunkte verknüpft werden.

Bild 8 - Ankerpunkte
 

5 Weiteres

Die Entwickler in Kalifornien haben in der Version 8 noch an vielen weiteren Stellen kleinere Veränderungen vorgenommen. So ist das Page Properties Panel nicht mehr am unteren Programmrand zu finden, sondern lässt sich über einen Klick in die Seite erreichen. Die Manipulation erfolgt nun in dem Inspector Bereich, der somit nicht nur die Page Properties, sondern auch die Panels Widget Interactions and Notes und Widget Properties and Style vereinigt.
Des Weiteren können Ecken und Umrandungslinien an Shapes einzelnd angesprochen und in ihrem Style beeinflusst werden.
Auch das Repeater Widget hat zwei entscheidende Neuerung erhalten. Zum einen wirken sich Elemente, die im Repeater versteckt sind, nicht auf die Größe bei der Duplizierung aus und zum anderen können über Dynamic Panels gekachelte Elemente auch unterschiedlich Groß sein.
In dieser Version ist auch außerdem möglich Team Project über den AxShare Server zu hosten und Vektorgrafiken zu verwenden.

6 Fazit

In diesem Beitrag haben wir uns auf die wesentlichen Veränderungen fokussiert. Eine tabellarische Sicht findet ihr im Axure Blog.
Insgesamt wurden sehr viele kleinere Anpassungen an allen möglichen Stellen vorgenommen, die die Funktionalität steigern und das zukünftige Arbeiten mit Axure erleichtern werden. Auch wenn diese Veränderungen sich nicht wie ein Quantensprung anfühlen, werden sie vermutlich einen starken Einfluss auf das effektive Bauen von Prototypen haben.
Prototypen können noch einfacher in High-Fidelity gebaut werden. Und auch die Dokumentation von Interaktionen und Elementen wird einfacher.

 
11. März, 2015

Kongress Raum Schiff Erde RSE15 im Nochtspeicher HH

Realität ignorieren ?! – 2030 ist virtuell!

RSE15 Panorama

Rückblick von Malte Lücken und Christian Reichel

Der Raum Schiff Erde Kongress RSE15 ist ein eintägiger Kongress mit knapp 100 Teilnehmern und damit (zumindest begrifflich) so etwas, wie eine vierteilige Trilogie an einem Tag. Daher ist das diesjährige Motto „Don’t Panic“ als Hommage an Douglas Adams und „The Hitchhikers Guide to the Galaxy“ mehr als passend. Eparo ist wie immer Sponsor. Malte und Christian waren dabei.

Keine Panik!

Auch wenn wir uns in 15 Jahren fast ausschließlich in einer virtuellen Welt bewegen, wenn Drogen auf USB-Sticks speicherbar sind und wir vielleicht nicht einmal mehr merken, wann wir mit Computern interagieren – es gibt keinen Grund zur Beunruhigung.

Die Einzigen, die kurzzeitige Panikattacken hatten, waren die Vortragenden, die es mit einem Beamer-Kabel mit Wackelkontakt zu tun bekamen.

Große Rolle für digitale Services

Unser Fazit nach sieben Stunden: digitale Services werden in Zukunft eine noch stärkere Rolle spielen, als sie es heute bereits tun. Sollte sich Moore’s Law bewahrheiten, dann werden wir in 15 Jahren 1000 Mal bessere Computer und Displays haben – so Prof. Dr. Frank Steinicke, Professor an der Universität Hamburg. Zu den Folien.

“Realität” ignorieren. Neue Ideen in Prototypen umsetzen.

Außerhalb der immersiven, virtuellen Welten ist und bleibt die direkte Interaktion mit digitalen Services ebenso wichtig. Da es allerdings Vielen schwer fällt, neue Interaktionsmöglichkeiten zu entwickeln, nannte Prof. Stefan Wölwer drei Methoden, den Gedankenblocker namens „Realität“ zu ignorieren: Design Fiction, Speculative Design und Wirklichkeitsschaffung durch Interaktion. Zu den Folien.

Alle drei Methoden haben allerdings eines gemeinsam: sie erschaffen Prototypen, die getestet werden und der Visualisierung eigener Idee dienen können.

Natürlich war das nicht alles, was auf dem RSE15 lief. Einige interessante Gedankengänge und Inspirationen haben wir mitgenommen. Die Band Lunartree bildete mit leicht melancholischer, ruhiger, akustischer Musik den krönenden Abschluss.

 
21. Juli, 2014

Rückblick: Erster „GovJam“ Hamburg – Wie Service Designer unsere Städte verbessern können

GovJam Sketch von Britta Ullrich

Trust – unter diesem Motto stand der erste GovJam in Hamburg Anfang Juni 2014. Die Aufgabe: In nur 48 Stunden sollten rund 20 Teilnehmer mit den Methoden des Design Thinking (DT) die öffentlichen Dienstleistungen der Großstadt Hamburg verbessern. eparo als Service Design Manufaktur durfte natürlich nicht fehlen. Gleich zwei Leute aus dem eparo-Team waren dabei. Unser Werkstudent Malte Lücken war begeistert und wollte unbedingt diesen Blogbeitrag schreiben. Malte erzählt, warum Hamburger einen flexiblen Reparatur-Service brauchen und wie Rentner Helmut mit seinem Repair-Mobil auf öffentlichen Plätzen zum Einsatz kommen könnte.

Global GovJam – offene Behördentüren für Service-Designer

Der GovJam Hamburg ist Teil eines weltweiten Projektes unter dem Namen Global GovJam.

Zusammen mit verschiedenen Städten erarbeiten die Teilnehmer eine neue Service-Idee, die von der Stadt weiterentwickelt werden kann. Daher steht das Gov in GovJam für Government. In diesem Jahr waren es 24 verschiedene Länder, die vom 03.06.14 – 05.06.14 gleichzeitig an Ideen zur Verbesserung des öffentlichen Raums arbeiteten.

Da wir das Projekt extrem spannend finden, nahmen Magi und ich am GovJam teil. In einer interdisziplinären Gruppe von rund 20 Teilnehmern versuchten wir die Probleme von Bürgern zu erkennen und lösende Serviceleistungen mit den Methoden des DT zu kreieren.

Ablauf eines GovJams

Illustrationen: Adrian Paulsen

Probleme der Stadt erkennen. Lösungen entwickeln

Dienstag: Abends trafen sich die Teilnehmer in den Räumlichkeiten der Xing AG, um gemeinsam Probleme des öffentlichen Raums zu finden und Teams zu bilden, die sich in den folgenden Tagen über mögliche Lösungskonzepte den Kopf zerbrechen würden. Wie kann man den Austausch von Wissen zwischen jungen und alten Menschen verbessern? Wie können wir die Entwicklung von Kreativität bei Schulkindern fördern? Meine Gruppe hatte die Aufgabe handwerkliche Arbeit wieder „sexy“ zu machen.

Mit Straßenumfragen Zielgruppen kennenlernen

Mittwoch: Morgens stand die Konkretisierung der Thematik auf dem Plan. Wir leiteten drei Fragen für eine  Benutzerbefragung unserer möglichen Zielgruppe ab und gingen dann für eine Stunde raus auf die Straße. „Was fällt Ihnen spontan zu dem Begriff Handwerk ein?“ oder „Haben Sie schon einmal selbst etwas repariert?“ – durch kurze offene Fragen versuchte meine Gruppe im Getümmel eines Radioballetts von 1000 Schülern aus 20 Hamburger Schulen (abendblatt.de/128715355) herauszufinden, ob handwerkliche Arbeit „sexy“ ist und wie die Hamburger mit Gegenständen umgehen, die kaputt gegangen sind.

Personas definieren: Der typische Hamburger hat keine Zeit – auch nicht für Reparaturen

Nach der Mittagspause analysierten wir unsere Umfragen. Schließlich hatten wir ein genaueres Bild unserer Zielgruppe, unsere so genannten Personas. Ergebnis: Hamburger würden durchaus selbst Geräte reparieren. Wenn die Bedingungen stimmen: Sie müssen wissen wie es geht, das richtige Equipment besitzen und am besten auch noch Zeit haben. Da dies selten vorkommt, werden gerade kleinere Geräte oft schnell weggeworfen. Besonders bei einer jüngeren Zielgruppe vom um die 20 Jahre kam noch der Punkt der Bequemlichkeit hinzu. „Bloß nicht zu weit weg gehen!“.

Die Idee: Der fahrende Handwerker Helmut und sein Repair-Mobil

Unter Berücksichtigung dieser Probleme folgte die Ideenfindung für einen möglichen Service. Nach mehreren Iterationen durch Diskussionen in unserer Gruppe und dem Feedback anderer Gruppenmitglieder war am Abend eine erste Idee greifbar. Zusätzlich zu den bekannten Repair Cafés (repaircafe.org/de/) überlegten wir uns einen mobilen Service. Unseren fahrenden Handwerker nannten wir Helmut, ein Rentner, der Spaß und das Know-how hat, mit anderen zusammen kaputte Geräte zu reparieren. Er fährt mit seinem Repair-Mobil zu verschiedenen belebten Punkten in der Stadt, um direkt vor Ort mit Anwohnern Geräte zu reparieren. Wem das immer noch zu weit weg ist, der kann ihn sogar zu einer Repair-Party bei sich zu Hause einladen. Einzige Voraussetzungen – es müssen mindestens 6 Leute mit kaputten Geräten kommen.

Der Prototyp aus Lego

Diese Idee wurde in den Morgenstunden des dritten Tages zu einem komprimierten Satz zusammengefasst.

Anschließend wurden Prototypen erstellt. Meine Gruppe entschied sich zum Testen einen Prototyp mit Lego zu bauen.

Mit diesem Prototyp erzählten wir mehreren Menschengruppen vor dem Gebäude der Kulturbehörde Hamburg von unserer Idee und herhielten viel positives Feedback.

Prototyp auf offener Straße testen

Fazit: Spaß trotz Zeitdruck

Am Nachmittag stellten alle Gruppen ihre Services vor und verließen den GovJam in der Hoffnung, dass die Ideen von der Stadt Hamburg gehört und umgesetzt werden.

Die drei Tage waren anstrengend, aber auch sehr inspirierend. Man konnte eine Menge neue Kontakte knüpfen und viele Methoden praktisch anwenden. Trotz des ständigen Zeitdrucks wurde viel gelacht und es hat insgesamt großen Spaß gemacht.

Aus diesem Grund wird eparo sicherlich auch das nächste Mal Hauptsponsor des GovJam Hamburg sein.

Wer mehr über den GovJam und die anderen Projekte erfahren möchte, findet unter folgender Adresse mehr Informationen: govjam.org.